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Guido
Sant'Anna
Violine
Guido Sant'Anna
BBC New Generation Artist 2026-2028
Guido Sant’Anna, 2005 in São Paulo, Brasilien geboren, erlangte 2022
internationale Anerkennung, als er als erster südamerikanischer Preisträger den
1. Preis der renommierten Fritz Kreisler International Competition in Wien
gewann. Seither ist er mit führenden Orchestern in Europa sowie in Nord- und
Südamerika aufgetreten, hat unter anderem in der Elbphilharmonie und im
Konzerthaus Berlin konzertiert und eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit
dem São Paulo State Symphony Orchestra unter Music Director Thierry Fischer
aufgebaut. Im September 2026 wird er in das BBC Radio 3 New Generation Artists
Scheme aufgenommen, in dessen Rahmen er sein Debüt beim BBC Symphony Orchestra
und beim BBC Philharmonic Orchestra geben wird.
Sant'Anna eröffnet die Saison 2026/27 mit Rezitalen an der Seite von Sir András Schiff in São Paulo und Rio de Janeiro, bevor er als Solist des Saisoneröffnungskonzerts sein Debüt beim Sinfonieorchester St. Gallen gibt. Zu den weiteren Höhepunkten zählen sein Frankreich-Debüt beim Orchestre National du Capitole de Toulouse, sein Debüt bei der Academy of St Martin in the Fields im Rahmen des stARTfestivals von Bayer Kultur sowie sein erstes Konzert mit der Dresdner Philharmonie unter Tabita Berglund, gefolgt von einer Südamerika-Tournee durch Argentinien und Brasilien. Nach seinem Orchesterdebüt in der Elbphilharmonie 2025 kehrt er für sein Rezital-Debüt mit dem Gitarristen Plínio Fernandes in den Saal zurück. Zu den weiteren Rezitalen zählen Auftritte mit Giorgi Gigashvili im Brucknerhaus Linz und im Wiener Konzerthaus.
Seine wachsende internationale Karriere ist geprägt von wiederkehrenden Einladungen des hr-Sinfonieorchesters und Die Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie von Auftritten mit Orchestern in ganz Europa und den USA. Die Saison 2025/26 brachte bedeutende Debüts bei den Wiener Symphonikern, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Iceland Symphony Orchestra, der Bilbao Orkestra Sinfonikoa, den Münchner Symphonikern und der Grand Rapids Symphony. Zu seinen musikalischen Partner:innen zählten die Dirigent:innen Alain Altinoglu, Jukka-Pekka Saraste, Jérémie Rhorer, Eva Ollikainen, Tomáš Hanus, Ariane Matiakh, Marcelo Lehninger, Olari Elts und Rodolfo Barráez.
Ebenso regelmäßig tritt Sant'Anna mit Rezitalprogrammen auf und war unter anderem in der Wigmore Hall, der Alten Oper Frankfurt, der Laeiszhalle Hamburg und im The Conrad in San Diego zu Gast. Zu seinen Festivalauftritten zählen das Rheingau Musik Festival, die Bregenzer Festspiele, das Schleswig-Holstein Musik Festival, der Kissinger Sommer, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Spoleto Festival und das stARTfestival von Bayer Kultur. Seit 2025 ist er Featured Artist des Programms „Debüt im Nikolaisaal" in Potsdam.
2024 mit dem LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals ausgezeichnet, ist Sant'Anna zudem Mitglied der stARTacademy von Bayer Kultur. Er studiert bei Mihaela Martin im Rahmen seines Bachelorstudiums an der Kronberg Academy/HfMDK Frankfurt, wo er von der Margareta & Steffen Rabus Patenschaft und der arteMusica Foundation gefördert wird. Zahlreiche Auszeichnungen trugen ihm einen Platz auf der Liste „30 Under 30" von Forbes Brazil ein.
SAISON 2026 / 2027
Aktuelle Aufnahmen
Nachrichten
Presse
"Guido Sant’Anna lieferte eine der intensivsten Darbietungen von Sibelius’ Violinkonzert, die man in den letzten Jahren erleben durfte. Er formte die Eröffnungsmelodie mit einer Glut und inneren Spannung, die sofort erkennen ließ, dass er diese Musik nicht nur spielt, sondern lebt. Seine Technik erwies sich als makellos: Doppelgriffe wirkten wie eingemeißelt, Flageoletts perlten glasklar, und seine Läufe hatten eine Leichtigkeit, die vergessen ließ, wie schwierig sie sind. Die emotionale Wucht seiner Interpretation ging tief unter die Haut; jeder Ton wirkte wie ein Bekenntnis, jede Phrase wie ein offenes Gefühl. Das Orchester unter Jukka-Pekka Saraste atmete mit ihm, mal zart wie Schnee, mal kraftvoll auftrumpfend. Im Adagio sang Sant’Anna mit einer fast unwirklichen Innigkeit, bevor das Finale zu einem rasenden, beinahe dämonischen Tanz wurde, in dem Solist und Orchester einander bis an die Grenze trieben. Sant’Anna spielte mit einer Mischung aus Wildheit und Präzision, die an große Meister erinnerte und zugleich eine jugendliche Frische verströmte."
Online Merker, Dirk Schauß, 24.11.2025
"Mit Jean Sibelius ging es europäisch und gleichfalls noch romantisch weiter; vor allem aber stellte sich bei dessen Violinkonzert d-Moll op. 47 Geiger Sant‘Anna dem Publikum vor, und sein Einstand geriet imposant. Er trat ins Wechselspiel mit dem volltönenden Orchester und setzte den Schlusspunkt des ersten Satzes mit schwungvoll hochgerecktem Bogen. Im Folgesatz steigerte das Ensemblespiel sich förmlich zum Strom, der Violinist stimmte ein, sein wohlgesetzter Ausklang kam sehr würdevoll daher. Der Jubel nach dem abschließenden dritten Satz galt besonders dem Solisten."
Westdeutsche Zeitung, Martin Hagemeyer, 27.05.2025
"Der inzwischen weltweit bewunderte brasilianische Geiger Guido Sant’Anna [...] gestaltete die dominierenden langen Soli ganz aus dem improvisatorischen Geist heraus, mit dem Sibelius, der ja selbst Geiger war, das Stück einst work in progress entwickelt hatte. Und (conductor Ricardo) Castro vermied allzu scharfe Kontraste und Schroffheiten, die Sibelius Musik ja oft genug herausfordert, und konzentrierte sich auf eine dynamische Balance, die dem Solisten stets den Vortritt ließ."
Hamburger Abendblatt, Helmut Peters, 23.05.2025
"Begleitet vom hr-Sinfonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Alain Altinoglu zeigt sich bald, dass der junge Mann tatsächlich ein Ausnahmetalent ist. Auf dem schmalen Grat zwischen Sinnlichkeit und salonmusikalischer Süßlichkeit wandelt er absolut souverän, sowohl in technischer als auch in geschmacklicher Hinsicht. [...] Die Zugabe, ein rasend schweres Solowerk des belgischen Geiger-Komponisten Eugène Ysaÿe mit ”Spezialeffekten” wie Pizzicato in der linken Hand, bestätigt sowohl technische Brillanz als auch musikalische Reife des jungen Geigers."
Darmstädter Echo, Volker Milch, 26.06.2023
"Eine Entdeckung war der erst siebzehn Jahre alte Brasilianer Guido Sant’Anna, der als Violinsolist in der Symphonie espagnole op. 21 von Édouard Lalo sein fulminantes Debüt beim Festival gab. [...] Sant’Anna bewältigte sie mit einer atemberaubenden Selbstverständlichkeit, wobei er sich mit seinem satten Ton samt schnellem, nicht verunklarenden Vibrato gegen jede Orchesterwucht behauptete und mit seinem klangmächtigen, zum Werkcharakter genau passenden Instrument, einer Violine von Jean Baptiste Vuillaume aus dem neunzehnten Jahrhundert, symbiotisch verband. Der junge Mann hat Ausstrahlung, Bühnenpräsenz und im Spiel eine erstaunliche Reife und Tiefe."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Guido Holze, 26.06.2023
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