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Cornelius Meister


Cornelius Meister, geboren 1980 in Hannover, wurde mit 25 Jahren weltweit jüngster General-musikdirektor am Theater und Philharmonischen Orchester Heidelberg. 2010 wechselte er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter zum ORF Radio-Symphonieorchester Wien. 2018 ging er als Generalmusikdirektor an die Staatsoper und zum Staatsorchester Stuttgart, wo er sich 2026 zum Abschluss seiner achtjährigen Amtszeit gemeinsam mit dem Team über die stärkste Platzauslastung seit 20 Jahren freute. Zusätzlich bekleidete er ab 2017 die Position des Principal Guest Conductor beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo.


Bekannt für sein breites Repertoire, führte Cornelius Meister Werke von mehr als 250 Komponist*innen auf, darunter sämtliche Beethoven-, Mendelssohn-, Schumann-, Bruckner-, Brahms-, Tschaikowsky-, Mahler-, Sibelius- und Martinů-Sinfonien sowie alle Tondichtungen von Richard Strauss. Ebenso engagiert dirigiert Cornelius Meister seit mehr als 25 Jahren das internationale Opernrepertoire. Aber auch die zeitgenössische Musik ist ihm seit seiner ersten Uraufführung als zehnjähriger Pianist und beeinflusst durch Pierre Boulez, dessen Assistent er 2004 wurde, ein zentrales Anliegen.

Zu seinen Partnern zählen die großen Sinfonie- und Rundfunkorchester Europas, Asiens und der USA, aber auch das Zürcher Originalklang-Orchester La Scintilla und das Pariser Ensemble Intercontemporain. Als Konzertdirigent trat er vielfach in der Berliner und der Pariser Philharmonie, im Wiener Musikverein, im Concertgebouw Amsterdam, im Auditorio Nacional Madrid und in der Suntory Hall Tokyo auf. Als Operndirigent debütierte er als 21-Jähriger an der Hamburgischen Staatsoper; seit 2004 ist er an der Bayerischen Staatsoper zu erleben, seit 2012 an der Wiener Staatsoper, seit 2014 am Royal Opera House Covent Garden, seit 2015 am Teatro alla Scala Mailand und seit 2019 an der Metropolitan Opera New York. Im Sommer 2011 debütierte er bei den Salzburger, im Sommer 2022 bei den Bayreuther Festspielen. Als Pianist leitete er Klavierkonzerte von Beethoven, Mendelssohn, Grieg, Liszt und Gershwin sowie Arvo Pärts Credo vom Flügel aus, aber begleitete auch Kammermusik- und Liederzyklen.

Für seine Interpretationen erhielt er u. a. den Gramophone Award, International Classical Music Award, OPUS KLASSIK als "Dirigent des Jahres", Diapason d'Or und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Unter seiner Leitung wurden das Philharmonische Orchester Heidelberg mit dem Preis für das beste Konzertprogramm und das Staatsorchester Stuttgart mit dem Innovationspreis der Deutschen Orchester-Stiftung ausgezeichnet. Seine Aufnahmen erscheinen u. a. bei der Deutschen Grammophon.

Als passionierter Unterstützer kultureller Teilhabe erreicht Cornelius Meister in zahlreichen Vermittlungsprojekten Menschen aller Altersgruppen – oft ist es ihr erster Kontakt mit einem Symphonieorchester. Engagiert fördert Cornelius Meister die nachfolgende Musikergeneration und leitet daher seit September 2026 eine Dirigierklasse an der Musikhochschule Mannheim. Zahlreiche seiner ehemaligen Assistentinnen und Assistenten sind heute selbst international erfolgreiche Generalmusikdirektor*innen und Chefdirigent*innen.

Bereits in frühester Jugend wurde Cornelius Meister von seiner Mutter Anne Hammann-Meister und seinem Vater Konrad Meister als Pianist ausgebildet. Als er vier Jahre alt war, kam das Cello hinzu. Cembalo, Orgel und Synthesizer ergänzten seine Studien, bevor er mit 16 Jahren anfing, Horn zu spielen. Mit 17 Jahren begann er neben dem Klavierstudium bei seinem Vater seine Dirigierausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Martin Brauß und Eiji Ōue sowie am Mozarteum Salzburg bei Karl Kamper, Jorge Rotter und Dennis Russell Davies.

Während seiner Schulzeit am humanistischen Gymnasium und später als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes vertiefte er seine breiten Interessen auch außerhalb der Musik, namentlich in Philosophie und Geschichte. Dabei begleitete ihn seine Leidenschaft für den Sport. 2024 wurde er mit dem Team der Württembergischen Staatstheater Deutscher Meister der Theater-Fußballmannschaften.

SAISON 2026/27

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Presse

"Dank Cornelius Meisters expressivem und feinfühlig vermittelndem Dirigat harmonierten Solist und Orchester von Beginn an wunderbar zusammen, gaben sich den notwendigen Raum und schafften so durchweg eine rundes ausgewogenes Klangerlebnis"

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Irem Cati, 29.09.2025

"Cornelius Meister hat das schon zuvor vorbildliche Staatsorchester zu einem buchstäblich erstklassigen Klangkörper geformt."

KULTURA extra, Thomas Rothschild, 22.01.2024

"Dass unter Schaum und Gischt stets ein pulsierender Wellenschlag erkennbar blieb, war das besondere Verdienst des scheidenden Chefdirigenten Cornelius Meister, der den luxurierenden Klangstrom mit klar gesetzten Zäsuren und kleinen gliedernden Stauungen so flexibel wie effektiv lenkte. Dass der designierte Stuttgarter GMD […] auswendig dirigierte, trug zum Eindruck einer unanfechtbaren gestalterischen Souveränität deutlich bei."

Kölner Stadt-Anzeiger, Stefan Rütter, 24.04.2018

Kalender

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